Schöneck-Ensemble präsentierte Bruckner Symphonie Nr.5

Schöneck-Ensemble unter der Leitung von Christopher Wasmuth

Am vergangen Sonntag, den 28.05.2017 präsentierte das Schöneck-Ensemble unter der Leitung von Christopher Wasmuth die berühmte, aber leider viel zu selten aufgeführte, 5. Symphonie von Anton Bruckner.

schoneckTrotz des extrem heißen Wetters strömten die Menschen in die Florinskirche am Florinsmarkt in Koblenz, um dem 60-köpfigen Klangkörper Gehör zu schenken. Bereits die einleitenden Worte von Konzertmeister Thomas Kremer ließen darauf schließen, dass alle Zuhörer ein außerordentliches Stück erwarten würde. Kein Wunder. Bruckers 5. Symphonie ist ein sehr außergewöhnliches Stück. Keine Symphonie trägt so viele Beinamen wie die fünfte. Man nannte sie unter anderem die „Katholische“, die „Choral-“ oder auch die „Glaubenssinfonie“. Sie wurde sogar als „Tragische“ bezeichnet. Bruckner selbst gab ihr den Namen die „Phantastische“.  Unter anbetracht des phänomenalen Finalsatz wird sie auch als sein „kontrapunktisches Meisterstück“ bezeichnet. Es ist wahrhaftig so, dass die gesamte Komposition und jegliches Geschehen während der Sinfonie auf den kulmierenden Abschluss des letztes Satzes hinlaufen. Die Karten zum Preis von 12 Euro und 8 Euro waren an der Abendkasse erhältlich. Zwei Studenten erhielten sogar den Eintritt zum Preis einer ermäßigten Karte.

probeDas bereits bekannte Ensemble wurde durch ehemalige Orchestermitglieder, befreundete Musiker und langjährige Kooperationspartner unterstützt. Besonders hervor zu heben ist die Leistung der Waldhörner. Bruckners Symphonien sind bekannt für anspruchsvolle Hornphrasen, die kollektiv gemeistert werden. Aber auch die Solisten im Holz (Klarinette, Oboe und Querflöte) und im Blech (Trompeten und Posaunen) haben ihre Soli meisterhaft vorgetragen. Nicht verwunderlich, dass sich das Schöneck-Ensemble zu einem integrierten, professionellen und gern gehörten Klangkörper entwickelt hat.